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Positive Veränderung...

Schon wieder ist ein Weilchen her, dass ich mich gemeldet habe. Die Zeit verfliegt momentan einfach nur so… dies ist etwas, das ich schon lange nicht mehr empfunden habe. Im Spätsommer und Herbst kam mir jeder Tag wie der vorige vor und ich hatte das Gefühl, dass sich absolut nichts änderte und ich keinen Millimeter vorwärts kam, egal was ich tat.
Doch mittlerweile fühle ich mich wirklich sehr gut und ausgeglichen und ich hoffe auch, dass das so bleibt.

@Yu-chan:
Das stimmt allerdings, es tat und tut mir gut, manche Dinge nieder zu schreiben. Momentan sind es ja fast nur erfreuliche Dinge, aber auch die muss ich manchmal einfach loswerden. Von daher bin ich schon froh, dass Omi unser Internet so schnell wieder flott bekommen hat.
Ich hoffe auch sehr, dass es so bleibt. Zu sagen, dass ich keine Angst habe, wäre gelogen. Aber dieses Gefühl verdränge ich soweit wie möglich und in Brads Gegenwart bin ich ohnehin die Glückseligkeit in Person.
Ran geht es momentan auch gut, warum, erzähle ich gleich.

@Ran:
Nun, wie bereits erwähnt, geht es Ran besser und ich werde mich natürlich weiterhin darum bemühen, dass es uns allen so gut wie nur möglich geht ^_-


Der Grund für Rans gehobene Laune ist sein Treffen mit Schuldig letzte Woche. Sie haben den Tag auf den Rummel verbracht, wo sie augenscheinlich beide ihren Spaß hatten und es sich gut gingen ließen. Abends waren sie beim Italiener und im Vergleich zu ihrem letzten Treffen schien dieses sehr harmonisch abgelaufen zu sein. Zudem hat Ran endlich sein geliebtes Katana zurück bekommen, so dass er nun auch wieder trainieren kann, was ihm auch oft seelischen Ausgleich verschafft hat früher.
Er kam am selben Abend später noch zu mir und hat mir freudig von seinem Tag mit Schuldig erzählt… und es war eine Wonne, ihm zuzuhören und zu sehen, dass es ihm gut ging, dass er Spaß gehabt hatte. Hoffentlich entwickelt sich das weiterhin positiv.
Ich kenne Schuldig wirklich nicht gut genug, um mir ein Urteil zu erlauben, deshalb lasse ich mich einfach mal überraschen, wie das Ganze weitergeht.

Brad ist zurzeit leider ziemlich beschäftigt und muss eventuell sogar bald nach New York fliegen, da es in einer Firma dort Probleme gibt. An den Abend nach unseren ersten Treffen war ich irgendwie recht unruhig… vielleicht hatte ich unterbewusst doch irgendwie Angst, ihn nicht wieder zu sehen. Doch auch das hat sich mittlerweile weitestgehend gelegt. Ich genieße die gemeinsame Zeit aus vollen Zügen und versuche mir wirklich jedes Detail wieder ins Gedächtnis zu rufen, was natürlich ein unmögliches Unterfangen ist. Dennoch weilen meine Gedanken oft bei letztem Sommer und auch das alte Gefühl der Angst steigt manchmal noch in mir auf, was ich jedoch nach Möglichkeit nicht zulasse.
Ich kann immer noch kaum glauben, dass ich den Menschen, den ich eigentlich schon verloren hatte, nun wieder habe… Dass Brad all die Monate noch an mich gedacht hat und in gewisser Weise auf mich gewartet hat, obwohl ich mich eigentlich nie wieder hätte an ihn erinnern können.

Ich rede auch manchmal spät abends noch mit Ran über solche Dinge, wenn die anderen beiden schon oben in ihren Zimmern sind. Es schweißt uns noch mehr zusammen, dass wir beide etwas wissen, was die anderen zwei nicht wissen. Und ich bin froh, manche Sachen einfach mal auszusprechen, denn auch wenn ich wirklich sehr froh darüber bin, mich wieder erinnern zu können, so waren es halt doch nicht nur positive Dinge, die wir erlebt haben… Ich werde mich einfach an all das langsam gewöhnen müssen, und bin zuversichtlich, das auch zu schaffen.
7.2.07 21:01


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Kurzer Rückblick, Valentinstag und weitere Ärgernisse…

Sorry, aber ich habe gerade keine große Lust, auf die Kommentare zu antworten. Nur eines sei zu Yu-chans letztem Satz gesagt: Falls Brad das vorgehabt haben sollte, dann kam es auf jeden Fall aus gegebenen Gründen nicht zustande.

Aber eines nach dem anderen…

Wie bereits befürchtet musste Brad diese Woche nach New York um einige geschäftliche Dinge zu regeln. Nun gut, das kann ich ihm wahrlich nicht verübeln, auch wenn ich die Zeit natürlich lieber mit ihm verbracht hätte, statt nur dumm herum zu sitzen. Da Brad jedoch Schuldig als seine Begleitung auserkoren hatte, war auch Ran diese Tage allein, sodass wir immerhin beide jemanden hatten, mit dem man etwas unternehmen konnte. Und sei es nur der wöchentliche Großeinkauf gewesen.

Auch wenn ich bemüht war, mir nichts anmerken zu lassen, so waren diese paar Tage, in denen ich Brad nicht erreichen konnte, schon ein Härtetest für mich. Tief in meinem Unterbewusstsein habe ich wohl immer noch Verlustängste und habe mich also in Gedanken an den gestrigen Tag geklammert, an dem Brad und Schuldig mittags nach Japan zurückkehren wollten. Wollten. Eigentlich.
Ein Sturm sorgte dafür, dass sämtliche Flüge gestrichen wurden, was Ran und ich jedoch erst erfuhren, als wir uns am Abend im Internet beim Flughafen schlau machten, da wir uns beide ein wenig zu sorgen begannen. Nun, immerhin wussten wir, warum die beiden nicht zurückgekommen waren.

Währenddessen hatten wir alle vier einen anstrengenden Valentinstag hinter uns. Warum er anstrengend war? Weil uns unser selbsternannter „Fanclub“ mit Süßigkeiten, kleinen Geschenken und Blumen gerade zu überhäuft hat. Das wird jedes Jahr schlimmer… Dabei sollte man meinen, dass die Mädchen mal älter und erwachsener werden. Es war alles in allem einfach ein nervenaufreibender Tag, da das Gegiggel und Gekicher nur noch lauter und schlimmer als sonst war und wir nicht so gut zum Arbeiten kamen, wie es an einem solchen Tag nötig gewesen wäre. Zu dem hatte ich die Nacht davor nicht gut geschlafen (okay, ich habe keine Nacht gut geschlafen, seit Brad in Amerika war) und einzig der Gedanke an Brads Rückkehr hielt mich halbwegs bei Laune. Aber auch diese sank im Verlauf des Tages, als sich weder Brad noch Schuldig meldeten und der Andrang im Laden am Nachmittag nur noch stärker wurde.
Aber auch dieser Tag ging vorbei und mit einiger Mühe konnte ich auch die ganze Schokolade verstauen, die sich im Laufe des Tages angesammelt hatte. Da wir nicht jedem Mädchen eine Schokolade zurückschenken konnten, hatten wir bisher jedes Jahr am White Day Süßigkeiten als Gegengeschenke in den Laden gelegt und da durfte sich dann jeder etwas wegnehmen. Das war sehr oft die oben erwähnte, erfolgreich verstaute Schokolade *grins* Allerdings haben wir dieses Jahr so viel bekommen, dass wir beim Aufstellen der Süßigkeiten wohl Platzprobleme bekommen werden… Nun ja, mal sehen. Das ist mir eigentlich auch total egal gerade, ich habe nämlich andere Probleme.

Als ob dieser Tag also nicht schon ärgerlich genug gewesen wäre, kamen wie bereits erwähnt weder Schuldig noch Brad nach Japan zurück. Was ja gerade noch zu verkraften war, da sie ja nichts dafür konnten.
Was allerdings vollkommen, absolut nicht in Ordnung war, ist der Zeitvertreib der beiden, während sie auf ihren Flug gewartet haben… *knurr bei dem Gedanken daran*
Die zwei hatten nämlich nichts Besseres zu tun, als einfach mal ein wenig herum zu machen. Herum zu machen. Rumzuknutschen!
Gott verdammt, WAS bitte soll DAS?!?
Ich hab doch auch nicht mit Ran herum gemacht, nur weil Brad gerade nicht da war, oder?!? Bin ich all die Zeit nur viel zu sehr auf Wolke 7 geschwebt um nicht zu bemerken, dass sich meine Gefühle vielleicht doch von Brads unterscheiden? Ich meine, argh… Jetzt reg ich mich schon wieder auf. Aber ich muss das mal loswerden!
Ich dachte bisher nämlich, dass es zwischen Brad und mir einfach passte. Dass ich ihn wieder gefunden habe nach so langer Zeit, in der er sich nach eigener Aussage nach mir gesehnt hat. Nun, Schuldig war während dieser Zeit aber sicherlich bei ihm. Ich will es mir gar nicht vorstellen… War ich zu naiv, an die „wahre Liebe“ zu glauben und zu denken, sie in Brad gefunden zu haben? Vielleicht bin ich einfach zu abhängig von ihm… Aber es regt mich verdammt nochmal mächtig auf, dass er mit einem anderen herummacht! Und dass ihn ein anderer geküsst hat!! Eigentlich habe ich Brad in gewissem Sinne als „mein“ betrachtet und ich bin alles andere als begeistert davon, dass jemand anderes mein „Eigentum“ so leicht bekommen kann.
Oder sehe ich das am Ende wirklich zu eng? Ist es heute normal, sich einfach mit dem zu begnügen, was man gerade zur Verfügung hat?

Wenn ich es wirklich ernst mit jemandem meine, dann bin ich auch treu. Ohne Wenn und Aber. Ist vielleicht altmodisch, aber so sehe ich das nun einmal.

Das Beste war wirklich noch, dass ICH den Knutschfleck entdeckt habe und dann als Antwort zu hören bekomme „Der ist nur von Schuldig…“ NUR?!?
Sollte ich mir jetzt Gedanken machen?
Okay, er hat dann versucht sich zu erklären, und dass sie beide einen über den Durst getrunken hatten… Aber so habe ich mir unser Wiedersehen ganz bestimmt NICHT vorgestellt.
Ist Alkohol denn die Entschuldigung für alles? Ich hatte in dem Moment auch wirklich keine Lust, das lange und groß auszudiskutieren, denn Fakt ist: mich hat diese Aktion verletzt, egal wie sie zustande gekommen ist.
Dumm gelaufen für Brad, dass ich den Knutschfleck schon bei der Begrüßung bemerkt habe, auch wenn er versucht hat, ihn zu kaschieren.

In dem Moment war ich einfach nur unheimlich wütend und deshalb artete das Ganze auch schnell in einen Streit aus. Bei sowas kann ich wirklich aufbrausend sein… Und wenn ich jetzt daran denke, werde ich nur schon wieder wütend. Und auch traurig.

Deshalb kamen wir auch zu keiner Aussprache heute und um das wieder gut zu machen, sollte Brad sich schon etwas einfallen lassen. Denn ich finde sein Verhalten mehr als unfair und lasse Alkohol nicht als Entschuldigung gelten.
Wenn ich mich wieder beruhigt habe, werde ich mir das auch genauer anhören und seine Entschuldigung sicherlich auch annehmen, aber ich brauche jetzt erstmal etwas Zeit und meine Ruhe. Im Nachhinein werde ich sicher wieder über mich selbst den Kopf schütteln, aber im Moment bin ich einfach nur wütend und verletzt und überhaupt wollte ich heute den Valentinstag nachfeiern und es richtig schön mit Brad haben und überhaupt ist gerade alles scheiße.
15.2.07 20:32


Eifersucht und Angst...

Zwei hässliche Gefühle. Vor allem das erstere. Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine solche äußerliche Kleinigkeit so treffen könnte.
Seit Brad zurück ist, wälze ich das, was er gesagt hat, hin und her. Ich gebe zu, ich ließ ihn alles andere als ausreden, aber der Satz "Der ist nur von Schuldig" war wirklich keine gelungene Einleitung um mich zu beruhigen. Auch die Erklärung, dass die beiden früher mal eine Affäre hatten, sorgte bei mir nicht für Entspannung.
Meine Gedanken kreisen um die Situation; ich stelle mir vor, wie es dazu gekommen ist und frage mich, wie weit sie gegangen sind. Frage mich, ob vielleicht doch noch etwas zwischen den beiden ist, denn sie leben immerhin zusammen und kennen sich schon lange. Frage mich, ob ich mich nicht vielleicht ZU sehr auf Brad verlasse und von ihm abhängig mache. Frage mich, ob es nicht auch teilweise mein Fehler ist, dass es überhaupt so weit kam.

Ich war lange außer Brads Reichweite und auch davor war unsere gemeinsame Zeit immer sehr knapp bemessen und alles musste immer heimlich geschehen. Ich konnte vor niemandem zu meiner Liebe stehen und auch so etwas Banales wie ein Knutschlfleck war damals einfach nicht drin.

Und heute muss ich nun schon wieder (oder immer noch?) Angst haben. Einerseits vor Kritiker und andererseits vor mir selbst. Denn normalerweise kriege ich mich immer sehr schnell wieder ein, wenn etwas ist. Egal ob Wut, Enttäuschung, Eifersucht oder auch Angst - ich bin meiner Gefühle eigentlich fast immer Herr gewesen.
Nun jedoch ist es so, dass mir ein Tag zum Abregen nicht gereicht hat.
Am Freitag rief Brad mich an und ich blockte dieses Gespräch ebenso wie einen weiteren Anruf ab. Ich sah mich nicht in der Lage, normal mit ihm zu reden.

Dabei glaube ich ihm doch eigentlich, dass da nichts weiter war. Uneigentlich jedoch habe ich Angst.
Und bin eifersüchtig auf Schuldig, der Brad so lange und gut kennt. Der Brad immer kennen "durfte" und ihm nahe ist. Der ihm einen Knutschfleck verpassen durfte.

Irgendwie schwachsinnig auf den Teamkollegen des Geliebten eifersüchtig zu sein, oder? *seufz* Aber ich hätte Brad am liebsten ganz für mich allein. Würde ihn gern wegsperren, wo nur ich ihn sehen kann.

Boah, ich find mich grad selbst ätzend! ...

Ich habe versprochen, mich bei ihm zu melden, damit wir diese Sache endlich aus der Welt schaffen können und dazu werde ich mich heute dann wohl endlich mal aufraffen. Denn je länger ich warte, desto mieser und unfairer fühle ich mich und meine Ängste nehmen dadurch auch nicht ab. Viel mehr werden sie von meinen Träumen noch zusätzlich geschürt, denn was so etwas betrifft, habe ich eine ZU gute Fantasie...


@Yu-chan:
Nun, wie man dem Eintrag entnehmen kann, kam es bisher nicht zu einer Aussprache, was aber an mir liegt. Brad hat wie gesagt zweimal versucht, mich zu erreichen.
Natürlich war das nicht das, was ich sehen und hören wollte, als er zurückkam, aber daran wird unsere Beziehung sicherlich nicht zerbrechen. Hoffe ich jedenfalls sehr...
Danke fürs Daumen drücken.

@Ran:
Auch hier dankeschön. Ich weiß ja selbst, dass ich total übertrieben reagiert habe, aber ich werde diese verdammte Angst einfach nicht los... *seufz*
Aber ich werde mich trotzdem endlich mal aufraffen heute, sonst kommt es ja nie zu einer Aussprache...
21.2.07 12:30


Aussprache und Versöhnung…

Wie man dem Titel bereits entnehmen kann, ist soweit alles wieder in Ordnung und mir geht es dementsprechend auch wieder gut.

Also müssen sich meine zwei lieben Kommischreiber keine Sorgen mehr machen. Und ich will auch gerne genauer berichten, was seit Mittwoch noch geschehen ist.

Nach dem Eintrag am Mittwochmittag stand mir zuerst noch eine nervenaufreibende White-Day-Nachmittagsschicht bevor, die große Ähnlichkeiten mit dem Valentinstag hatte. Zumindest was den Lärmpegel in unserem Laden betraf. Aber ich will nicht mehr genauer daran denken, denn das steht uns erst wieder in einem Jahr bevor.

So kam es, dass ich mich am Abend schon recht früh in mein Zimmer verzog und mich erst einmal ein Stündchen mit einer Kopfschmerztablette hinlegte, da ich Brad so entnervt dann sicherlich doch nicht anrufen wollte. Zumal ich auch nicht sicher sein konnte, ob er schon von der Arbeit zurück war. Später habe ich ihn dann jedenfalls angerufen, als er allem Anschein nach in seinem Arbeitszimmer saß und ich nicht weiter störte.
Als ich mich meldete klang Brad erleichtert - ein weiteres Indiz für mich, dass es ihm wirklich Leid tat und keine böse Absicht gewesen war. Eigentlich dachte ich, dass wir die ganze Angelegenheit nun noch einmal in Ruhe besprechen und dann aus der Welt schaffen würden, aber Brad lenkte gleich ein, dass er wir besser persönlich reden sollten und da stimmte ich ihm auch zu. Außerdem schien er auch noch zu tun haben, und ich kenne ihn soweit, um zu wissen, dass er am liebsten immer alles gleich erledigt, damit es ihm nicht im Nacken sitzt.
Wir verabredeten uns für Freitagabend, wo er mich schön zum Essen ausführen wollte. Nun, da sagte ich sicherlich nicht nein und so beendeten wir kurz darauf unser Gespräch.

Wir hatten uns zwar noch nicht richtig ausgesprochen, aber ab dem Moment ging es mir schon wieder besser und ich konnte auch wieder wesentlich ruhiger schlafen in den folgenden zwei Nächten bis Freitag. An diesen Tagen passierte nichts Nennenswertes, sodass ich gleich mit unserem gemeinsamen Freitagabend fortfahre.

Auf Brads Bitte hin hatte ich mir einen der wenigen Anzüge, die ich besitze, angezogen und fuhr relativ entspannt und auch ein wenig neugierig zum vereinbarten Treffpunkt, wo Brad auch schon mit seinem Wagen auf mich wartete.
Ich denke wir haben uns beide gefreut, uns wieder zu sehen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass wir unseren Streit noch nicht ausdiskutiert hatten, fiel die Begrüßung ein wenig kühler aus, als normalerweise.
Brad hatte eigentlich vorgesehen, dass wir erst schön essen und anschließend im angrenzenden Park spazieren gehen, wo man ungestört reden konnte. Und ich glaube, ich weiß auch woher diese Idee für diese Reihenfolge stammt; denn Brad kennt meine Essgewohnheiten wenn ich gestresst oder unausgeglichen bin.
Dennoch bat ich ihn zuerst um den Spaziergang, denn ich wollte nicht das ganze Essen lang so halb glücklich und halb unterkühlt zubringen. Also fuhren wir zu dem Restaurant, welches sich als jenes entpuppte, von dem ich ihm schon öfter vorgeschwärmt hatte, und gingen zunächst in den Park, welcher in Anbetracht der Jahreszeit beinahe menschenleer war.

Und da ich mich mittlerweile wieder abgeregt hatte und auch der Knutschfleck nicht mehr zu sehen war, verlief unser Aussöhnungsgespräch recht gut und problemlos. Ich ließ Brad diesmal die ganze Situation zu Ende schildern und begann innerlich den Kopf über mich selbst zu schütteln. Brads Entschuldigungen waren echt und meine Ängste erschienen mir auf einmal nur noch vollkommen überzogen und unfair Brad gegenüber. Er wollte natürlich auch meinen Standpunkt hören und meine Reaktion verstehen, sodass ich nicht umhin kam, diese unangenehmen Gedanken und Gefühle in Worte zu kleiden. Es widerstrebte mir zwar, da mir selbst klar geworden war, wie Unrecht ich Brad getan hatte und dass ich eigentlich derjenige sei, der sich entschuldigen müsse für all diese Zweifel.
Es hat mich selbst ein wenig erschreckt, wie leicht ich mich von solchen Zweifeln zerfressen lasse und dann immer gleich das Schlimmste befürchte. Ich schäme mich wirklich dafür, Brad in diesem Moment so wenig Vertrauen entgegen gebracht zu haben. Und dafür habe ich mich auch entschuldigt, nachdem ich endlich mit der Sprache herausgerückt hatte.

Und Brads Reaktion war ganz wunderbar, sodass er sämtliche Zweifel auf einmal aus dem Weg räumte. Denn er machte mir daraus nun keinen Vorwurf, sondern schien mich wirklich zumindest teilweise zu verstehen. Es schien ihm auch wirklich in gewissem Sinne Sorge zu bereiten, dass mich so etwas doch relativ Harmloses dermaßen aus dem Konzept brachte. Aber nicht Sorge im Sinne von, dass er meinte, ich sei überempfindlich oder dergleichen, sondern Sorge, weil es mir in Folge dessen nicht so gut ging. Dieser Mensch ist wirklich viel zu gut für diese Welt… Auf jeden Fall versprach er mir, dass so etwas sicherlich nie wieder vorkommen würde und auch, dass ich ihm wirklich vertrauen könnte, dass er mich nicht loslassen würde. Wie um diese Worte zu unterstreichen hielt er mich fest umarmt und ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken, wie froh und erleichtert ich war, dass sich das alles sozusagen in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Ich erwiderte die Umarmung ebenso innig und so kamen wir also schlussendlich zu dem Ergebnis, dass wir beide einfach nicht ohne einander können. Ich habe noch nie einen Menschen so geliebt und wurde auch noch nie so geliebt. Vielleicht ist dies auch ein Aspekt, der meine Ängste fördert, weil ich Brad wirklich unter keinen Umständen verlieren möchte… Auf jeden Fall haben wir diese Angelegenheit nun aus der Welt geschafft und waren beide froh und erleichtert.

Da es uns nun beiden leichter ums Herz war (und auch recht kalt), gingen wir also zurück und betraten das doch recht noble Restaurant. Ich selbst bin früher nur ganz selten an solch feinen Orten gewesen, weil ich mich dort nie zugehörig fühlte und dieses leichte Unwohlsein auch heute noch verspüre. Aber ich hatte viel Gutes über dieses Restaurant gehört und für solche unangenehmen Gedanken hatte ich ohnehin gar keine Zeit, denn meine gesamte Aufmerksamkeit galt Brad, der nun wirklich wieder richtig „zurück“ war und wohl so schnell auch nicht mehr nach New York fliegen musste. Während des Essens, das wirklich vorzüglich schmeckte, erzählte mir Brad mehr von seinem Heimatland und bot mir auch an, mich bei Gelegenheit einmal mit dorthin zu nehmen, was ich freudig annahm. Es war schön, ein wenig mehr über Brad zu erfahren, denn auch wenn uns die Liebe verbindet und wir uns doch schon recht lange kennen, so „kennen“ wir uns doch noch nicht richtig, weil uns bisher einfach immer die Zeit gefehlt hat. Ich erinnere mich mittlerweile wieder sehr genau an unsere immer sehr knapp bemessene gemeinsame Zeit im Sommer, denn ich habe diese Erinnerungen immer und immer wieder heraufbeschworen als ich sie wieder hatte. Zwar war Brad damals meistens derjenige, der etwas erzählt hat und ich nur der Zuhörer, aber es gibt sicherlich immer noch sehr vieles an Brad, das ich noch nicht weiß und noch wissen will.
Und ich bin nun zuversichtlich, dass wir uns beide noch wesentlich besser kennen lernen, auch wenn Brad im Vergleich zu mir wirklich sehr viel Arbeit hat, auch wieder nachts, wie er beiläufig erwähnte.

Auf jeden Fall war es ein ganz wunderbarer Abend mit gutem Essen und angenehmen Gesprächen sowie einem äußerst leckeren Wein, über den ich sogar vergaß, dass ich eigentlich noch mit dem Auto fahren musste. Im Endeffekt war das dann ohnehin egal, weil wir an diesem Abend nirgendwo mehr hinfuhren. Das heißt doch, mit dem Aufzug nach oben.
Ich hatte mich bereits vorher gefragt, warum das Haus, in welchem das Restaurant untergebracht war, so groß sei und bekam meine Antwort dann später, als sich herausstellte, dass es auch ein Hotel ist.
Denn je länger wir uns gegenüber saßen und gegenseitig in die Augen sahen oder einfach ab und zu einander beobachteten, desto stärker wurde auch die Sehnsucht nach dem jeweils anderen. So wurde das Essen des Nachtischs bereits eine recht heikle Sache, denn ich mit meiner Spielernatur konnte es natürlich nicht unterlassen so lasziv wie es in einem solchen Restaurant eben möglich war, mein mit Obststücken garniertes Eis zu essen. Was sich Brad nicht lange gefallen ließ, ohne es mir nicht in gewisser Weise „heimzuzahlen“. Jedenfalls verschwanden wir für manche Gäste wohl auffallend schnell von unseren Plätzen, kaum dass wir aufgegessen hatten. Bezahlen mussten wir nicht (was mir in diesem Moment sowieso gänzlich entfallen war…) da Brad die Rechnung am nächsten Morgen begleichen würde, zusammen mit dem Hotelzimmer, welches er bereits im Voraus gebucht hatte. Seine Visionen können schon praktisch sein…

Und so ging am Freitag auch mein Wunsch in Erfüllung, mich wirklich wieder an alles erinnern zu können. Mein ganzer Körper schien sich zu „erinnern“ und sehnte jede Berührung von Brads Fingern oder Lippen herbei, da diese gleichzeitig auch die Erinnerung an die Gefühle unseres ersten gemeinsamen Mals wachriefen. Wir beide haben diesen Moment herbeigesehnt und genossen unsere Nacht aus vollen Zügen, die uns für die lange Zeit der Enthaltung und Sehnsucht wirklich gut entschädigte. Es war wirklich der beste und erfüllendste Sex, den ich je gehabt habe. Brads Lippen und Hände auf meiner Haut bringen mich bei der bloßen Erinnerung an die sanften Liebkosungen zum Schaudern. Ich habe noch nie so intensiv gefühlt und hoffe, dass ich Brad wenigstens einen Bruchteil dessen, was ich fühlen durfte, auch zurückgeben konnte.
Wer einen etwas genaueren Einblick erhalten möchte, sollte vielleicht den Eintrag vom 18.07. noch einmal lesen… denn unser Beisammensein war nicht weniger wundervoll als eben jenes.
Viel mehr übertraf es diese Nacht im Juli sogar noch… denn wie heißt es so schön? Versöhnungssex ist der beste Sex. Da scheint etwas dran zu sein.

Spät in der Nacht kamen wir zur Ruhe und ich kann gar nicht beschreiben, was für ein schönes Gefühl es für mich ist, in den Armen des Geliebten einzuschlafen und sogar in eben jenen wieder aufzuwachen. Das war eine absolute Premiere für uns und ich hoffe sehr darauf, dass wir auch in Zukunft noch viele Tage und auch Nächte miteinander verbringen können.
Im Übrigen habe ich Brad in dieser Nacht auch mehr als deutlich als „mein“ markiert und habe am Morgen feststellen müssen, dass nicht nur mein Hals, sondern gleich mehrere Stellen meines Körpers von solchen Malen gekennzeichnet waren. Was mich einfach nur stolz und glücklich machte.

Am Samstagmittag trennten sich dann unsere Wege mal wieder und ich fuhr zum Koneko zurück, um gut gelaunt zu meiner Schicht zu erscheinen. Ran schien sich seinen Teil zu denken und die anderen beiden waren wohl auch einfach nur beruhigt, dass es mir wieder so richtig gut geht.

Heute ist noch nichts Nennenswertes passiert, aber ich werde Brad später mal anrufen, da ich nun weiß, wann ich ihn am besten erreichen kann.

Sooo, Ende des rosaroten Eintrags, ich hoffe meine Leser haben keine Zahnschmerzen bekommen.


PS: Jetzt hab ich vollkommen vergessen zu erwähnen, dass ich Brad auch sein Valentinstagsgeschenk überreicht habe. Und zwar einen Gutschein für ein Theaterstück seiner Wahl, da ich seine Vorliebe für solche kultivierten Abendgestaltungen kenne. Und ich denke auch, dass er sich darüber gefreut hat.
Und ich habe von ihm ein ganz tolles Pflegeset aus New York bekommen mit einer hübschen Kette dazu. Und auch dieses Mal hat er mit dem Duft einen Volltreffer gelandet und ich freue mich schon darauf, die Sachen bald mal zu benutzen.
25.2.07 20:52





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