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Weitere erfreuliche Geschehnisse…

Es ist ein Weilchen her seit dem letzten Eintrag, aber es ist auch viel geschehen in der Zwischenzeit...

An dieser Stelle möchte ich mich bei Yu-chan für die netten Worte bedanken. Ich hoffe natürlich auch, dass es nun so bleibt und die letzte Woche deutet doch sehr darauf hin...


Meine Laune hat sich seit dem letzten Eintrag eigentlich kaum verändert. Natürlich machte die Arbeit nicht immer Spaß und auch das Wetter macht sich bei mir in Form von Kopfschmerzen manchmal bemerkbar, aber das alles verblasst immer ganz schnell, wenn ich weiß, dass ich Brad am Abend wenigstens kurz sehen oder hören kann. Leider hatte er vor meinem Geburtstag immer noch so einiges um die Ohren und dazu kamen noch die Missionen, die Schwarz nun wieder ausführt, aber um so mehr freute ich mich, wenn er sich trotz allem noch Zeit für mich nahm. Selbstverständlich wünschte ich mir, dass wir viel mehr Zeit miteinander verbringen könnten; insbesondere die traute Zweisamkeit fehlte mir oft, da ja weder er zu mir noch ich zu ihm ins Haus kommen kann, sodass wir in der Regel abends irgendwohin gingen und dabei nie wirklich alleine und ungestört waren. Wie bereits im letzten Eintrag erwähnt, war es für mich das größte Glück, neben Brad einzuschlafen und auch wieder aufwachen zu können.
Und das muss er mir ziemlich deutlich angemerkt oder auch sonst irgendwie gewusst haben, denn das Geburtstagsgeschenk, das er mir am Samstagabend gemacht hatte, bescherte mir genau dieses Glück für ein Weilchen.
Aber der Reihe nach…

Am Samstag hatte ich also Geburtstag und wurde nach dem Aufstehen zuerst einmal nach allen Regeln der Kunst von unserem Chibi durchgeknuddelt und beglückwünscht, noch ehe ich auch nur einen Fuß aus dem Zimmer getan hatte. Die Glückwünsche der anderen beiden fielen zwar weniger stürmisch, aber deshalb nicht weniger herzlich aus. Es gab mein Lieblingsessen zu Mittag und überhaupt fühlte sich der ganze Tag wirklich nach „Geburtstag“ an, da wir unsere Geburtstage sonst nie großartig zelebriert hatten. Der Hammer war dann mein Geschenk: ein Gutschein für ein Wellnesswochenende - und zwar zu zweit!
Ich habe mich wahnsinnig gefreut und ungefähr 1000mal bedankt. Nicht nur, dass ich ja total auf Pflege und Wellness abfahre, nein, ich darf das Ganze sogar mit Brad zusammen genießen! Ich denke meine Freude ist vorstellbar.
Ken und Omi wissen zwischenzeitlich auch, dass ich eine glückliche Beziehung führe, wenngleich sie auch nicht wissen, mit wem. Daher vermute ich mal, dass es Rans Idee war, an der sich die anderen beiden beteiligt haben.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch in dem Glauben, dass Brad gar nicht wüsste, dass ich Geburtstag habe. Wie sich am Abend dann herausstellte, hatte ich falsch gedacht.
Er wusste es nicht nur, sondern rief mich spätnachmittags auch an, um mit mir ein Treffen auszumachen, zu welchem er auch einen Kleiderwunsch äußerte, dem ich gern nachkam. Es war zwar kein „richtiger“ Anzug, aber mein Seidenhemd ließ sich gut mit einer hellen Hose und einem legeren Jackett kombinieren und ich fühlte mich darin auch sehr wohl.
Zwei Blocks weiter wartete er dann zur verabredeten Zeit bereits mit dem Auto auf mich und gratulierte mir noch einmal persönlich.
Wohin genau er mich zu entführen gedachte, wollte er mir nicht verraten und so musste ich meine Neugier zügeln, bis wir an unserem Ziel angekommen waren, welches sich als eine Mischung aus Jazzbar und Tanzlokal entpuppte. Es war einfach nur wundervoll, den ganzen Abend hindurch mit Brad zu tanzen und seine Nähe zu genießen. Brad ist meine eine große Passion und Tanzen meine zweite. Wie hätte dieser Abend also perfekter sein können?

Doch Brad schaffte es tatsächlich, mein Glücksgefühl noch etwas zu steigern, da er mich nach dem Tanzen nicht direkt nach Hause brachte, sondern mir „noch etwas zeigen wollte“. Meine Neugierde war natürlich gleich wieder geweckt und Brads Andeutungen, dass es mir sicherlich gefallen würde, waren nicht gerade hilfreich um eben jene zu bezähmen. Und weil er genau wusste, wie neugierig er mich gemacht hatte, ließ er es sich nicht nehmen, mir die Augen zu verbinden, sodass ich nun wirklich keinerlei Ahnung mehr hatte, wohin wir fuhren.
Schließlich hielten wir an und er führte mich aus dem Auto heraus ein Stück zu Fuß und schließlich eine Außentreppe hinauf in ein vermeintliches Gebäude hinein, wo ich mich kurz darauf auf einem bequemen Sessel wiederfand. Ich hatte keine Ahnung, wohin Brad mich gerade gebracht hatte und auch mein Gehör half mir in dieser Situation nicht sonderlich weiter.

Mit einem weiteren „Happy Birthday“ und einem Kuss begann allerdings das „Gebäude“ zu vibrieren und Motorenlärm zu produzieren. Bevor ich anhand der Geräusche realisieren konnte, wo ich war, entfernte Brad die Augenbinde und die Erkenntnis traf mich vollkommen unvorbereitet: Wir befanden uns in einem Flugzeug, um genauer zu sein in einem kleinen Privat-Jet, dessen Tisch sogar bereits gedeckt war.
Ich war einfach nur sprachlos. Total überrascht habe ich mich kurz umgesehen und konnte nur ungläubig den Kopf schütteln, denn mir fehlten die Worte immer noch. Also küsste ich Brad eben nochmal und versuchte ihm so begreiflich zu machen, was ich nicht in Worte fassen konnte.
Nachdem der Flieger sich in die Luft erhoben hatte und ich mich wieder einigermaßen gefasst hatte, genossen wir ein ausgezeichnetes Essen und wenn es anatomisch möglich wäre, hätte sich sicherlich im Kreis gelächelt. Die Sicht auf beleuchtete Städte im Dunkeln von oben war grandios und dass Brad dabei direkt hinter mir stand, machte die Sache nur noch grandioser. Ich hätte in einem fort singen können in diesem Augenblick.
Ich weiß nicht, ob sich das jemand vorstellen kann, aber dieses Glück und diese Freude die ich verspürt habe, wog alles andere auf, was mich bisher belastet hatte. In diesen Momenten war in meinem Kopf einfach gar kein Platz für irgendwelche negativen Dinge.

Brad gelang es jedoch, selbst auf diese mehr als gelungene Überraschung noch eins oben drauf zu setzen. Denn als der Jet schließlich landete, nahm ich an, dass wir uns wieder an unserem Startort befanden… Womit ich weit gefehlt hatte. Das erste was ich beim Aussteigen sah, war Schnee. Richtig schön viel Schnee.
Mit einem „Ich hoffe Skiurlaub ist genehm“, löste Brad schließlich das Rätsel, welches er mir aufgegeben hatte und ich war ein weiteres Mal an diesem Abend sprachlos.
Urlaub. Mit ihm. Auf Hokkaido. Gute 5 Tage lang.
Hätte Brad mich nicht an der Hand geschnappt, wäre ich womöglich noch festgewachsen, so überwältigt war ich. Denn Urlaub bedeutete auch, dass meine Sehnsüchte nun gestillt werden würden.
Und um es kurz zu machen: das wurden sie, sofern man dies so nennen kann. Denn von Brads Nähe kann ich nie genug bekommen.
Aber die Tage und Nächte mit ihm waren herrlich und wir waren so gut wie jede Minute zusammen. Ich schlief nachts neben ihm ein und wachte morgens neben ihm wieder auf. Wir teilten ganz alltägliche Dinge wie die Mahlzeiten und amüsierten uns herrlich auf der Skipiste. Es war einfach nur perfekt und ich war so glücklich wie noch nie, was man mir auch angemerkt haben muss.
Heute Vormittag kamen wir nun aus unserem Kurzurlaub zurück und ich habe mich erstmal herzlich bei Ran bedankt, der das Ganze mit Brad arrangiert hatte. Denn irgendwie muss ja der Koffer mit einem Teil meiner Klamotten in Brads Hände geraten sein. Und heute hatte ich auch noch frei, was meine Schicht im Koneko betraf.
Das war der schönste Geburtstag den ich je hatte und das habe ich auch jeden spüren lassen. In dieser Woche hätte ich die ganze Welt umarmen können…
Natürlich habe ich jetzt erst richtig Blut geleckt und würde am liebsten jeden Morgen neben Brad aufwachen, aber da dies leider nicht möglich ist, tröste ich mich mit der Erinnerung an diesen wunderschönen gemeinsamen Urlaub.
9.3.07 19:28
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Yu-chan / Website (9.3.07 21:40)
Wow, ich freue mich für dich, dass du eine solch nahezu perfekte Zeit erlebt hast!
Ich glaube auch nicht, dass man ein schöneres Geschenk machen kann als Zeit mit dieser Person zu verbringen, die man so gerne hat. Also freue ich mich wirklich für dich, dass das so geworden ist und das entschädigt auch ausreichend für die Zeit, die man warten musste, um mal wieder was zu hören. Denn du hattest ja eindeutig besseres zu tun *grins*

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